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Ein freundliches Hallo ins Forum

Ausgesät hatte ich Ende März - Dorotheanthus u. Mesembryanthemum .
Seit ein paar Wochen stagniert die Entwicklung der Sämlinge - die meisten verharren im Keimblattstadium. Vielleicht muss das so sein in der Phase, wenn die Zellen beginnen sich zu differenzieren. Vielleicht waren die Keimbedingungen auch nicht sonderlich gut - je nach Wetter wechselten die Schalen mit den Aussaaten zwischen drinnen und draußen. Nein, ich will nichts beschleunigen - gerade das will ich nicht. Nur über das Keimblattstadium hinaus entwickelt hätte ich sie gern. Würden die 1. Blattpaare sich bilden, wäre ich zuversichtlich und würde solch Jungpflanzen für die nexten Wochen möglichst kühl (frostfrei) stellen, um wenig wässern zu müssen. Für diese Pflänzlein ist die Saison auf Balkonien leider schon weit fortgeschritten; es ist zu warm, als dass sie schön langsam heranwachsen könnten ... wie ihre wild lebenden Artgenossen in den Winterregengebieten der Halbwüsten des südwestlichen Afrika...

Die Regionen, in denen diese Gattungen nativ sind, habe ich nie bereist. Überhaupt bin ich kein Reisetyp. Gern würde ich dennoch genauer wissen, in welchen Zeiträumen sich die Mittagsblumen jener beiden als 1-jährig deklarierten Gattungen dort entwickeln. Prinzipiell weiß ich, wie Jahreszeiten und Klima in den angestammten Regionen sind. Den langen Wochen sommerlicher und frühherbstlicher Trockenheit folgt der Spätherbst. Noch ist es mäßig warm, aber die ersten Niederschläge und starke Regengüsse wecken die Samen auf und lassen sie keimen. Dann folgt der angenehme kühle aber frostfreie Winter mit seinen berühmten Küstennebeln und der dauerfeuchten Luft - ideale Wachstumsbedingungen ohne Sonnenbrandgefahr für die Jungpflanzen und das vegetative Wachstum. Der Frühling vertreibt dann die Nebel, die Luft und die Böden trocknen, es wird sehr warm. Die Winterwachser können nun nur noch ultrakurz blühen und dann fruchten/ samen während sie sterben.

Hier auf Balkonien würde ich gern die Wachstumsphase der jungen Pflanzen dehnen so weit es geht. Den südwest-afrikanischen Winter (den Winter eines Winterregengebietes) kann man hier in D nicht simulieren. Die hiesige Freilandkultur passt irgendwie nicht gut.
Auch wenn die Blüte des Dorotheanthus sehr auffällig und schön ist, interessiert sie mich wenig, auch weil diese so kurz ist ( < 3 Wo ). Die Blüte kann nicht darüber hinweg täuschen, dass der Rest der Pflanze gestorben ist bzw. aussieht wie sterbend.