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Thema: Wie kann ich diesen Kaktus retten?

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An welchem Wochentag hätte man wörtlich gesehen frei?

 

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  • 26.01.2022, 16:45
    Andreas75
    Man sollte bis dahin natürlich erstmal fit sein in den grundlegenden Fundamenten der Kakteenpflege, denn sonst geht es nahtlos so weiter, wie es aufgehört hat.

    Der einfachste und nächste Schritt ist, sich halt einfach fachspezifisch zu informieren, wenn was nicht so recht hinhaut bzw. offensichtlich daneben geht. Was mit dem Internet heutzutage so viel einfacher und leichter ist als seinerzeit, wo wiederholtes Ausleihen oder Kaufen von sämtlicher verfügbaren Literatur und wochenlanges Durchkauen und Einbläuen selbiger angesagt war.
    Und an den grundlegenden Bedürfnissen der Pflanzen hat sich seit 1989 auch nichts geändert- von daher ran an den Speck !
  • 25.01.2022, 22:50
    micha123
    Wie in diesem Thread schon geschrieben wurde verwachsen sich dünne Stellen i.d.R. nicht mehr.
    Man lässt die Pflanze bei besseren Bedingungen weiterwachsen und schneidet dann später das schön gewachsene Kopfstück ab.
    Dieses lässt sich dann neu bewurzeln. Die Schnittstelle lässt man vorher ein paar Tage trocknen.

    Schneiden würde ich im Frühjahr, nach der Ruhezeit, wenn die Pflanze bereits wieder wächst.

    Gruß,
    Micha
  • 24.01.2022, 18:51
    AlexBond
    [QUOTE=Einfachso;271915]Hallo zusammen,

    Ich habe einen halb verrecketen Kaktus geerbt und hab ihn etwas aufgepäppelt. Als ich ihn bekommen habe hatte er bereits einen großen braunen Fleck an der Seite und ist nach obenhin immer dünner gewachsen. Ich habe ihm neue Erde gegeben und gieße ihn jetzt alle 4 Wochen. Scheinbar wurde er die letzten Jahre kaum gegossen, denn jetzt hat er sich gut erholt und fängt wieder an zu wachsen... bloß leider nicht gleichmäßig. Seine dünnen Stellen sind weiterhin dünn geblieben (ca. 1cm Durchmesser) und oben wächst er jetzt „normal“ weiter (Durchmesser ca. 3-4cm). Er sieht dadurch wie ein Morgenstern aus. Ich habe ihm aus Kochgarn und Schaschlikspießen ein Art Schiene gebastelt, die ihn stützen soll. Aber das kann ja auch keine dauerhafte Lösung sein. Ich hab Angst, dass er irgendwann unter seinem eigenen Gewicht an dieser Stelle bricht. Wie kann man ein solches Problem lösen? (Kann man irgendwie ein gleichmäßiges Wachstum anregen oder muss man ihn vielleicht sogar abschneiden?)

    Vielen Dank schonmal im Voraus
    Und liebe Grüße[/QUOTE]

    Ich habe Sushi-Sticks verwendet..
  • 03.08.2021, 11:33
    Einfachso
    Und nochmal zur Bestimmung:
    Nachdem er jetzt wieder einigermaßen wächst und mit der Erinnerung, wie er aussah als mein Bruder ihn geschenkt bekommen hat, würde ich inzwischen sagen, dass es ein „pilosocereus calcisaxicolus” ist.
    Was meint ihr? Könnte das hinhauen?

    Liebe Grüße
  • 02.08.2021, 16:39
    Einfachso
    [ATTACH=CONFIG]30012[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]30013[/ATTACH]

    Hier ein kleines Update:
    Der Kaktus erholt sich schneller, als ich es erwartet habe.
    Er hat unten sogar einen neuen Steckling(?) ausgebildet

    Kann ich ihn bei dieser Entwicklung schon 2022 oben abschneiden und neu bewurzeln oder doch lieber bis 2023 warten? Woran erkenne ich, ob er bereit zum Schneiden und Neubewurzeln ist?
    Und zu welcher Zeit im Jahr schneidet man dann am besten?


    Vielen Dank schonmal im Voraus!
    Und liebe Grüße
  • 25.05.2021, 16:35
    Andreas75
    So wie auf den meisten Bildern sehen die halt bei optimaler Kultur aus, und ältere Pflanzen haben auch eine andere Bedornung als Jungpflanzen. Die anderen "Austriebe" werden andere Sämlinge gewesen sein- es werden gern Sämlingsgruppen in Töpfen verkauft, weil das gleich nach was aussieht und man auch mehr Geld dafür nehmen kann, als wäre es nur einer im Topf. Daher auch die andere Pflanze, die Du ja wegwerfen willst. Und das zu recht.

    Kakteensubstrat aus dem Gartencenter hat noch immer zu viel Torf. Und kein Kaktus wächst natürlicherweise auf Torf. Man kann dieses Substrat als Grundstoff nehmen, sollte aber locker zur Hälfte noch Bims dazu tun, den es bei Kakteenhändlern wie Haage gibt, aber auch im Internet. Oder nimm' gleich die mineralische Substratmischung von unserem Forenbetreiber hier.

    Lass' den Kopf noch mindestens ein Jahr da drauf sitzen und kultiviere erstmal so, dass er wieder gleichmäßig kugelig wird. Streckung kommt erst im Alter in diese Art- bis in die hohen 20er ist die erstmal kugelig, bestenfalls leicht zylindrisch. 2022 oder besser noch '23 kannst Du dann bei ordentlichem Neuwuchs an Neubewurzelung denken.
    Was Variante 1 angeht, vermutest Du richtig. Am gängigsten sind 2 und 3. Wobei es noch eine Variante 4 gibt. Die geht am besten, wenn Du den Kopf abschneidest und so wie er ist, auf trockenen Vogelsand setzt (gerne auch mit Anis, wirkt antispetisch). Wenn er dann Wurzeln zu bilden beginnt, kann man leicht ansprühen, oder auch gleich eintopfen.

    Vielleicht ist es auch irgendein Pilosocereus, jedenfalls verschwimmen bei solchen Geil- Gurken die Artgrenzen leider sehr. Was er aber auch immer ist, gewisse Grundsätze gelten für quasi alle Kakteen, so auch die genannten. Ziehe zunächst einen ordentlichen gleichmäßigen neuen Kopf da oben drauf, und dann weiter wie beschrieben .
  • 25.05.2021, 08:59
    Einfachso
    P.S.
    Soweit ich das einschätzen kann, ist es kein Notocactus magnificus.
    Den Kaktus hab ich von meinem jüngeren Bruder geerbt, weshalb ich weiß wie er früher aussah. Er hatte noch mehr Austriebe (die ich alle entfernt habe, da sie völlig verdorrt waren) und alle waren schmaler als das was ich bei den Bildern von Notocactus magnificus gesehen habe.
    Mein Bruder hatte ein paar Pflanzen - hauptsächlich aus Dekogründen - die er irgendwann vernachlässigt hatte, weil er keine Lust mehr hatte sich um sie zu kümmern. Als er dann bei unseren Eltern ausgezogen ist, wollte er die Pflanzen wegschmeißen, woraufhin ich sie dann zu mir mitgenommen habe. Zu seiner halbtoten Sammlung gehören noch zwei Sansevieria Francisii, aber die konnte ich jetzt soweit wieder aufpäppeln
  • 25.05.2021, 08:41
    Einfachso
    Vielen Dank für deine Antwort Andreas,

    Wegschmeißen möchte ich ihn nicht. Er steht bei mir an einem großen Südfenster und die neue Erde, die ich ihm gegeben habe, ist ein Kakteensubstrat aus dem Gartencenter. Gibt es bei dem Substrat etwas bestimmtes, auf das ich achten muss?

    Ich würde gerne versuchen den oberen Teil abzuschneiden und neu zu bewurzeln, den dünnen mittleren Teil komplett zu entfernen und den kleinen schiefgewachsenen Kaktus ebenfalls zu entfernen.
    Allerdings habe ich noch nie einen Kaktus geschnitten und neubewurzelt. Ich habe mich daher gestern im Internet diesbezüglich umgesehen und bin dabei auf drei verschiedene Methoden gestoßen:
    1. Direkt nach dem Abschneiden in feuchtes Substrat andrücken
    2. Nach dem Abschneiden die Schnittstelle erstmal etwas trocknen lassen bis sich Wurzeln bilden und dann in Erde setzen
    3. Nach dem Schnitt die Wunde mit Kohleasche(?) desinfizieren.

    Welcher dieser drei Varianten ist denn die „Richtige“? (Variante 1 scheint mir doch etwas Fäulnis anfällig, oder?


    Liebe Grüße und vielen Dank noch mal für die Antwort
  • 24.05.2021, 18:56
    Andreas75
    Ich weiß, die Pflanze wurde so übernommen, aber: Ach du heiliges Kanonenrohr...

    Du hast da einen Notocactus magnificus. Stelle das bedauerliche Geschöpf an ein sehr sonniges Südfenster, falls noch nicht geschehen, da der neue Zuwachs auch bei Dir alles andere als arttypisch ist.
    Und gieße ruhig alle zwei Wochen. Alle vier Wochen ist für Kakteen VIEL zu wenig, wenn sie anständig gedeihen und auch blühen sollen. Und die in der Vegetationszeit entgegen allen sog. Volkswissens viel Wasser brauchen, in der Ruhezeit hingegen gar keines.
    Außerdem muss das arme Geschöpf aus der Blumenerde raus- lies' Dich hier einmal durch 's Forum, dann wirst Du schnell drauf kommen, dass ein überwiegend mineralisches Substrat angesagt ist.

    Der Kaktus wird für alle Zeit so aussehen, wie er jetzt aussieht- das ist die Krux an den angeblich so pflegeleichten Kakteen. Sind sie einmal aus der Form bleibt das lebenslang sichtbar. Da wird sich nichts verwachsen oder ausgleichen. Es hilft nur, ab sofort vollsonnig in überwiegend mineralischem Substrat bei Wasser alle zwei Wochen von April bis Oktober zu kultivieren, und wenn dann ein arttypischer Kopf obendrauf gewachsen ist, diesen abzuschneiden und neu zu bewurzeln. Oder Du wirfst das ganze arme Ding einfach gleich weg, beliest Dich, und startest nochmal neu, und dann gleich richtig. Kannst Du die unabdingbaren Bedürfnisse nicht bieten, sind Kakteen die falsche Sparte des Pflanzenhobbys, außer man versucht es mit Epiphyten.

    Ist alles nicht böse gemeint, und Du hast die Pflanze ja so übernommen, aber gerade bei Kakteen als Klima- Extremisten ist richtige Pflege und Standort das A und O. Kann man nicht exakt das bieten, was sie brauchen, sind sie die falsche Wahl.
  • 24.05.2021, 10:25
    Einfachso
    [ATTACH=CONFIG]29800[/ATTACH]
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